Africa Remix - Zeitgenössische Kunst eines Kontinents
Museum Kunst Palast Düsseldorf: 24.07 - 07.11.2004
Hayward Gallery. London: 10.02 - 17.04.2005
Centre Pompidou. Paris. 25.5. - 08.08.2005
Insgesamt sind von 88 bei Afrika Remix beteiligten Künstlern neun von der Galerie Peter Herrmann bereits gezeigt worden und sieben davon sind konstant bei uns vertreten. Etwa die gleiche Anzahl vermittelten wir als Empfehlung in diverse Ausstellungen.
Leider muß man konstatieren, daß die von Simon Njami und Jean-Hubert Martin kuratierte Ausstellung in Deutschland und London weitgehend durchgefallen ist. Nach ersten enormen medialen Erfolgen ließ das öffentliche Interesse schnell nach. In London gab es viele Negativschlagzeilen. Tenor: Schlechte Auswahl von Künstlern im Kraut und Rüben-Prinzip, den Anspruch, Afrika zu präsentieren zu hoch gegriffen, schlechtest denkbare Webpräsenz und eine mangelhafte Ausstellungsgestaltung.
Von meiner Seite möchte ich bezogen auf Deutschland noch hinzufügen: Dumm gelaufen Simon Njami und Herr Martin. Schon Okwui Enwezor ist über sein mangelndes Kooperationsverhalten gestolpert. Wir hatten in Deutschland alle gehofft nach einer verissenen Documenta zwei Jahre später bei Africa Remix etwas mehr als gar nicht einbezogen zu werden. Die Künstler meiner Galerie musstet ihr nehmen, blieb euch ja nichts anderes übrig. Aber daß ich eine normale Einladung zur öffentlichen Eröffnungsveranstaltung telefonisch erbeten mußte, spricht Bände.
Daß wir hier in Deutschland verglichen mit London und Paris ein Rezeptionsschlußlicht bezogen auf Kunst aus Afrika bilden, gehört erstens mehr und mehr der Vergangenheit an und heißt zweitens noch lange nicht, daß die Protagonisten einfach übergangen werden können.
Keine Einbindung in Begleitveranstaltungen und keine Erwähnungen im Zusammenhang mit den Künstlern verhinderte, daß potenzielle Sammler daraus ein Vertrauen ableiteten sich eine Arbeit zu kaufen. Es wäre im Sinne der Künstler gewesen, auf diesen kommerziellen Hintergrund mehr zu achten.
Dennoch: viel Glück in Paris.
Peter Herrmann im Mai 2005 |