Die Seitenflächen des Kopfes sind von geometrischen Ornamenten durchzogen. Die grossen Ohren sind sehr weit hinten angelegt. An dem überlängten Hals befindet sich hinten eine konvexe Ausbuchtung. Die Arme sind angewinkelt und die Figur greift sich mit den Händen an das Kinn. Die reliefierten Oberarme zeigen jeweils das Symbol des Krokodils, während die Unterarme fast bis zu den Ellbogen mit Ringen geschmückt sind. Der kurze Oberkörper geht in einen sehr ausladenden Bauch über. Dieser ist sowohl von einem Ornamentband als auch von einem Figurenrelief besetzt.
Die Figuren erinnern an Atlanten, die etwas zu tragen scheinen. Sie erzählen die Geschichte einer Völkerwanderung. Unklar ist noch ob es sich dabei um den bekannten Auszug aus dem Fouta Djallon-Gebiet handelt oder um eine Clanspaltung.
Ober- und Unterschenkel der Figur sind jeweils wieder mit einem Krokodil verziert. Die flachen, eckigen Füsse stehen auf einem in der Form organischen Socke,l der durch Witterungspuren schon angegriffen ist. In den siebziger Jahren wurde die Figur durch unsachgemässe Behandlung von ihrer Alterspatina "gereinigt". Dadurch ist jedoch das Holz gut sichtbar und gibt neue Rätsel auf.
Gewicht und Struktur lassen auf Palmholz schliessen, was jedoch in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich ist. Palmholz wurde für Skulpturen und Masken kaum verwendet, da es sich auch in getrocknetem Zustand stark wirft und schwer zu bearbeiten ist. Heute gibt es mit diesem Umfang keine Palmen mehr, was wiederum eine Altersdatierung auf das 19te Jahrhundert unterstützt.
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