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Owusu-Ankomah

Presse | Media - Potsdam 2006

Galerie Peter Herrmann
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Galerie Peter Herrmann
Owusu-Ankomah
Einzelausstellung
Eröffnung 14. Juli - 20 Uhr
14. Juli - 27. August 2006
Kunstraum Potsdam
Schiffbauergasse 6
14467 Potsdam

Öffnungszeiten Kunstraum Potsdam:
Mittwoch bis Freitag von 14 bis 20 Uhr
Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr

  Öffnungszeiten während des Festivals:
Freitag: Eröffnung 19 Uhr, geöffnet bis 22 Uhr
Samstag: 13 - 01 Uhr
Sonntag: 13 - 18 Uhr, danach ist die Ausstellung nur für Besucher der Veranstaltung Longitude 0/20 Ost bis 22 Uhr zugänglich

 

Eröffnet wird von Frau Dr. Uschi Eid, MdB. Herr Bundespräsident Horst Köhler unterstützt mit einem Grußwort. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck ist wie die Jahre zuvor Schirmherr. Der Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Holger Rupprecht, hielt eine Rede.

John Yamoah (Schauspieler) liest über Adinkra-Symbole, die in den Bildern von Owusu-Ankomah vorkommen.
Oxana Chi und Haouika Zun Porro tanzten eine 10minütige Einlage aus dem Stück Zéro Zéro Zéro, an Percussion begleitet von Souleymane Touré.

Dr. Uschi Eid, MdB, ehemalige parlamentarische Staatssekretärin im BMZ und G8 Beauftragte des Bundeskanzler Schröder für Afrika, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Afrika Stiftung, Mitglied des Aufsichtsrates des IFA und Mitglied vom Unterausschuss "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik"

 

Der 1956 in Sekondi in Ghana geborene Owusu-Ankomah lebt seit über 20 Jahren in Lilienthal bei Bremen. Er kam mit einer Ausbildung vom College of Art in Accra, Ghana Ghanatta und begann bei den Galerien Steinbrecher und Kühn in Bremen seine ersten kommerziellen Schritte. 1994 wurde er erstmals in einer Einzelausstellung in der Galerie Peter Herrmann in Stuttgart gezeigt. Es folgten die Galerien Heitsch in München und die October Gallery in London. Erster internationaler Höhepunkt für Owusu-Ankomah war 1995 die Beteiligung an der mit sehr bekannten Namen besetzten Ausstellung Around and Around in Douala, Kamerun. Parallel dazu hatte er, nach Ausstellungen in deutschen Kunstvereinen und Firmen, erste Auftritte in Spanien, England und der Schweiz. Wesentliche Vermittlungsarbeit zu Kunstvereinen und Museen ergab sich durch die kuratorische Auswahl der Galerie Peter Herrmann, die seine außergewöhnlichen Arbeiten in Übersichtsausstellungen mit dem Thema Afrika positionierte.

Verkäufe an die Smithsonian Institutions und Collection International Finance Corporation in Washington waren die ersten großen Sammlungsplatzierungen. In Richtung Polen, Südafrika, Ghana und England reisten seine Bilder und selbst ein sonst gegenüber Künstlern aus Afrika eher zurückhaltendes Sammlerpublikum in Deutschland trug den Künstler durch schwierige Zeiten. Heute freuen sich viele mit ihm für seine Museumsauftritte der letzten Jahre. Ein Höhepunkt zweifellos auch seine Beteiligung in der FIFA-Weltmeisterschafts-Edition, die gekrönt wurde durch den Glücksfall einer Qualifikation des Fußballteams aus Ghana.

Die Beteiligung an dieser Edition konnte durch die Vermittlung der Galerie Peter Herrmann bewirkt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Ausstellung in Potsdam zu sehen. Bereits zweimal kuratierte die Galerie eine Ausstellung im Rahmen des Afrika Festival Potsdam, das unter Anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt wird. Durch den Erfolg des Künstlers bedingt, kommt er deren didaktischen Vermittlungsinhalten sehr entgegen, da in dem umfangreich angelegten Projekt Africome künstlerisch klare Positionen und positive Biografien zum Ausdruck kommen sollen um eine allgemeines Afrikabild zu sensibilisieren. Als zweite Ausstellung im großzügig restaurierten Kunstraum Potsdam auf dem Gelände der Schiffbauergasse gezeigt zu werden, kann ebenfalls als Glückfall bezeichnet werden.

In den großen, hohen Räumen, die stilvoll nur für Ausstellungen konzipiert sind, werden die großformatigen Arbeiten von Owusu-Ankomah voll zur Geltung kommen. Ein sehr ansprechender Grundriss der alten Kasernenanlage mit viel Wandfläche, ergänzt durch einen lichtdurchfluteten neuen Anbau mit Blick auf die Empore der oberen, für Kabinetthängung geeigneten Etage, lassen verschiedene Stile, Dimensionen und Phasen des Künstlers zu.

Es werden etwa 15 großformatige und 20 mittelformatige Arbeiten in Öl und Acryl auf Leinwand aus den Beständen der Galerie und des Künstlers zu sehen sein. Davon ist fast die Hälfte exklusiv für diese Ausstellung gefertigt. Als Leihgabe der Galerie Jörg Heitsch ist die Bildinstallation Unison im Konzept.

Fast immer verwendet der Maler Adinkra-Symbole, die er doppeldeutig als Metaphern setzt. Im afrikanischen Sinne als Symbol, von dem jedes eine eigenständige Geschichte erzählt und im europäischen Kontext als Ornament. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Betrachtungs- und Entschlüsselungsebenen, je nachdem aus welcher Kultur der Betrachter stammt. In diese grafische Ordnung hinein setzt der Maler seine sportlich-maskulinen Figuren, die oft erst durch längeres Betrachten konkrete anatomische Formen annehmen. In diesen Heroen bricht er die Ornamentik in einem verwirrenden Spiel von Zwei- und Dreidimensionalität. Zu der Vielschichtigkeit seiner Herangehensweise kommt ein ausgeprägt ästhetischer Bildaufbau hinzu. Ein unverwechselbarer Stil ergibt eine hohe Wiedererkennung.

Zu diesen Arbeiten der Schwarz-Weiß-Serie, von dem auch aus dem gefragten Zyklus Movements einige Arbeiten zu sehen sein werden, addieren sich monochrome Arbeiten auf Segeltuch. Flächig aufgesetzt hebt sich eine athletische Person vom Untergrund in schwebender Position ab. Vom Lichteinfall abhängig, werden hinter der einheitlichen Hintergrundfarbfläche eingearbeitete Adinkra-Symbole diffus sichtbar. Trotz der muskulösen Betonung strahlen diese Bilder eine meditative Ruhe aus - und lassen einige Rätsel offen.

Peter Herrmann, Juni 2006

 
Susubiribi
 

Kooperationen im Rahmen des Festivals
Kunstraum Potsdam
Afrika-Festival Media | Markt | Soundsystem | DJ | Open Air | Kinder
Waschhaus
Onejiru | Nneka | Schinkelhalle
T-Werk - Theater | abok

Programm als pdf

 

Longitude 0/20 Ost | Produktion: Peter Herrmann
Souleymane Touré, Maja Joel-Dürr, Aly Keita, Sonja Kandels, Mark Reinke, And.Ypsilon, Ralf Goldkind, Okas Sylla, Nisma Cherra, Stefan Charisius, Oxana Chi, Haouika Zun Porro, Sadiq Bey, Patrice Ferrandis.

Programm als pdf

 

Land Brandenburg
Stadt Potsdam
Bundeszentrale für politische Bildung

 
 

Ausstellung
Kunst und Fußball im Deutschen Bundestag
1. Juni bis 10. Juli 2006

Anlässlich der FIFA WM 2006™ in Deutschland präsentiert der Deutsche Bundestag im neu eröffneten Kunst-Raum im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus internationale Kunst. Die Ausstellung wurde am 1. Juni 2006 von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse im Beisein von Franz Beckenbauer eröffnet. In den Räumen der Vonderbank Artgalleries wurden über Phillips de Pury & Company die Originale am 7.7.2006 versteigert. Die 150 x 200 cm große Arbeit von Owusu-Ankomah erziehlte erwartungsgemäß € 17.000,-


 

Mit einer Präsentation von 6 Künstlern aus Afrika begann die Kooperation der Galerie mit der FIFA. Aus dieser Auswahl folgte die Jurierung und Umsetzung des Entwurfs von Owusu-Ankomah. Der Ablauf wurde von der Galerie Peter Herrmann betreut.


  ANDREAS AMRHEIN (Deutschland) TIM AYRES (Grossbritannien)
  NORBERT BISKY (Deutschland) MICHAEL CRAIG-MARTIN (Grossbritannien)
  ANDREAS GURSKY (Deutschland) CHRISTIAN HAHN (Deutschland)
  LUO BROTHERS (China) MARKUS LÜPERTZ (Deutschland)
  JESS MCNEILL (Australien) BEATRIZ MILHAZES (Brasilien)
  SARAH MORRIS (USA) OWUSU-ANKOMAH (Ghana)
  TOBIAS REHBERGER (Deutschland) ANNELIES STRBA (Schweiz)
  HISASHI TENMYOUYA (Japan) ROSEMARIE TROCKEL (Deutschland)
  DAVID WADELTON (Australien)  
Allgemeines zu Kunst und Politik - Frau Dr. Uschi Eid, MdB - Herr Bundespräsident Horst Köhler - Afrika Stiftung.

   

Owusu-Ankomah

 

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